Ein Chauffeur bewegt die Welt

Flughafenabholung

Der nicht einfache Weg zum guten Chauffeur

Du hast Dir vielleicht schon einmal überlegt, wie das ist, ein Chauffeur zu sein. Jeden Tag fährt man in einem super tollen Auto.

Ein Auto, welches Du Dir vielleicht nie leisten kannst. Ein Auto, von dem Du bereits seit Jahren geträumt hast. Du hast mit tollen Leuten zu tun. Du lernst vielleicht viele Städte und vielleicht auch viele Länder kennen. Toll ist das. Aber was macht denn einen wirklichen Chauffeur aus? Wie sollte denn ein Chauffeur sein? Was sind die Voraussetzungen um aus einem Fahrer einen guten Chauffeur zu machen? Nun ja. Zuallererst benötigst Du einen Führerschein (logisch) und vielleicht ein paar Jahre Fahrpraxis. Wenn Du bei Privatpersonen angestellt bist, dann reicht das.

Sobald dich aber eine größere Firma einstellt, die auf gewerbliche Personenbeförderung spezialisiert ist, dann musst Du Deinen Führerschein mindestens 2 Jahre haben, aber vorzugsweise länger und Du benötigst dann auch einen Personenbeförderungsschein.

Im Klartext: Du brauchst einige ärztliche Untersuchungen, um auszuschließen, dass Du gefährliche Krankheiten hast und um zu überprüfen ob Du toll reagieren kannst und auch sonst alles in Ordnung ist. Dann benötigst Du noch ein einwandfreies Führungszeugnis, denn auffällige Personen bekommen den Schein nicht. Das wäre ja mal was, wenn ein wegen zahlreicher Verkehrsstraftaten und Diebstahlsdelikten Verurteilter, plötzlich am Steuer einer Nobelkarosse sitzt und die gut betuchte Kundschaft durch die Lande fährt. Nun ja, das kommt sicher nicht so gut. Also am Besten ein blitzblankes Führungszeugnis.

Dann solltest Du unbedingt ein gepflegtes Äußeres haben. Fettige Haare, einen Dreitagebart, sichtbare Tattoos und Pierchings kommen nicht bei allen Fahrgästen gut an. Du solltest für den Job sehr selbstbewusst und aufgeschlossen sein. Du lernst viele Leute kennen. Du braucht ein feines Gespür dafür, was die Kundschaft möchte und was nicht. Eine gewisses Maß an Allgemeinwissen wäre hilfreich für den Smalltalk. Da der Fahrgast König ist, musst Du wissen, wann es besser ist, den Mund zu halten. Auch wenn es ganz dem widerspricht, was Du denkst oder fühlst, musst Du erst einmal Ruhe bewahren. Viele siehst Du nie wieder.

Eine gute Kinderstube wäre natürlich auch von Vorteil. Sobald man auf den Fahrgast trifft, darf man sich gerne als Fahrer vorstellen (außer man kennt sich schon - logisch). Manchmal finden es die Fahrgäste schön, wenn man ihnen die Türe aufhält oder ihnen das Gepäck abnimmt. Auch dafür braucht man dann ein Gespür. Vor unbekannten Fahrtzielen ist es immer besser, wenn Du Dich schon einmal auf die Strecke vorbereitest. So kannst Du souverän reagieren, wenn Dein Navigationsgerät ausfällt, oder Du aus welchen Gründen auch immer, Umwege fahren musst. Wenn Du mit dem Fahrgast unterwegs bist, dann sprichst Du lieber erst einmal nichts. Wenn Du merkst, dass der Fahrgast sprechen möchte, dann darfst Du gerne smalltalken. Wenn er gerne Radio hören möchte, dann darfst Du das gerne einschalten, aber leise bitte - Du musst Dich ja konzentrieren.

Du bist natürlich ein vorausschauender Fahrer, immer bremsbereit, nie zu dicht auffahrend und mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs. Leiste Dir bitte kein Wettrennen mit anderen Fahrzeugen auf der Autobahn. Die Kunden merken das. Auch wenn Du ein tolles und schnelles Auto unter dem Popo hast - es lohnt sich nicht, kostet uns den Kunden, Dich Deinen Job und ggf. den Führerschein. Also lass es. Manchmal bist Du auch nicht NUR Chauffeur. Dann darfst Du während der Wartezeiten ein paar Dinge erledigen, und das machst Du dann auch gerne.

Ein Chauffeur ist während der gebuchten Zeit des Kunden einfach alles: Fahrer, Einkäufer, Assistent, Kindermädchen, Seelentröster und vieles mehr. Diskretion ist oberstes Gebot in diesem Job und alles was in dem Fahrzeug gesprochen wird, bleibt auch in diesem Fahrzeug.

Der Weg zum Chauffeur ist kein leichter Weg. Aber der Weg und dann das Ziel kann auch Spaß machen und spannend sein. Nicht jeder Fahrgast ist ein guter Fahrgast, aber die meisten Fahrgäste sind die ganz Guten. Und allein dafür lohnt es sich, in die Luxuslimousine zu steigen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit, Wochenende und Feiertags, denn gefahren wird immer. Langweilig wird es nie. Aber man muss dafür gemacht sein. Wenn Du das leisten kannst, aber nur dann, bist Du irgendwann ein guter Chauffeur, oder sogar ein ganz guter Chauffeur.